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Katharina Grosse*
(Freiburg/Breisgau, Deutschland 1961)
„o.T.“
2003
Acryl auf Aluminium; ungerahmt
102,5 x 68 cm
Rückseitig signiert und datiert: Katharina Grosse, 2003
Rückseitiges Klebeetikett der Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder
Provenienz
Galerie nächst St. Stephan / Rosemarie Schwarzwälder, Wien;
2021 Auktionshaus im Kinsky, Wien (137. Auktion, Lot 3068);
österreichische Privatsammlung
Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
erzielter Preis: € 37.520 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 28.000
Auktion ist beendet.
Katharina Grosse, 1961 in Freiburg im Breisgau, Deutschland, geboren, gehört zu den wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Sie ist bekannt für ihre farbintensiven und raumgreifenden Arbeiten in Sprühtechnik. Sie studierte an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf bei Norbert Tadeusz und Gotthard Graubner. Von 2000 bis 2010 war sie Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und von 2010 bis 2018 an der Kunstakademie Düsseldorf. Die ersten mit der Spritzpistolen-Technik gemalten Wandarbeiten schuf die Künstlerin 1998 als Beitrag zur 11th Biennale of Sydney und im selben Jahr in der Kunsthalle Bern. In den Folgejahren besprayte Katharina Grosse immer größere Flächen, die sich ab 2001 auch im Außenraum fortsetzten. Der installative Charakter ihrer Arbeiten wurde dabei immer komplexer: Boden und Decke wurden mitbemalt, Schutt und Stein aufgeschüttet, Möbelstücke, Stoffe, Objekte und Gegenstände miteinbezogen und besprayt. Die räumlichen Grenzen der Museen und der White Cubes der Galerien wurden gesprengt. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin und Neuseeland.
Ihre Werke befinden sich in wichtigen Museumssammlungen in Deutschland, Frankreich, Portugal, Dänemark, Schweden und Australien sowie in bedeutenden Unternehmenssammlungen in Deutschland und der Schweiz und wurden in zahlreichen internationalen Präsentationen einem breiten Publikum bekannt gemacht. 2015 und 2022 war sie auf der Biennale in Venedig prominent vertreten, 2006 auf der Biennale in Taipeh, 2008 auf der New Orleans Biennal und 2021 auf der Helsinki Biennal. 2024 zeigte die Albertina in Wien erstmals das Werk der Künstlerin in Österreich in der Ausstellung „Katharina Grosse. Warum drei Töne kein Dreieck bilden“.
In „Ohne Titel“, 2003 entstanden, überlappen einander rote, gelbe und grüne Farbbahnen wie in verschiedenen Ebenen aufgespannte Stoffbahnen. Einem Musterrapport gleich kann man sich diese Komposition über die Bildränder hinaus ins Unendliche weiterdenken. Auch hier verwendet Katharina Grosse die Sprühtechnik, um auf der grundierten Aluminiumplatte mit in Bahnen gelenkten Farbnebeln ein Streifenmuster zu erzeugen. Sie schafft dabei Kontrapunkte, Irritationen und Illusionen, die die reine Malerei auf eine andere Ebene heben und einmalig in der Kunstgeschichte sind. Mit Recht wird sie in diversen Rankings in die Gruppe der international am Markt relevanten Künstlerinnen und Künstler gereiht.
(Sophie Cieslar)




