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Carl Moll
(Wien 1861 - 1945 Wien)
„In der Au“
um 1900
Öl auf Holz; gerahmt
26,5 x 34,5 cm
Monogrammiert rechts unten: CM
Provenienz
Privatbesitz, Österreich;
Auktionshaus im Kinsky, 21.06.2012, Nr. 941;
Privatbesitz, Wien
Literatur
Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse, Band 11, Wien 2020, GE 153, Abb. S. 149
Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
erzielter Preis: € 32.500 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 25.000
Auktion ist beendet.
Im Gemälde "In der Au" zeigte Carl Moll seinen Anspruch als Maler der Moderne. Für die Vorbereitung der Präsentation der von ihm mitbegründeten Wiener Secession arbeitete er als Delegierter Österreichs bei der im April 1900 eröffneten Weltausstellung in Paris. Er besuchte die Exposition centennale d'art français (Jahrhundertausstellung französischer Malerei) und war vom Saal der Impressionisten besonders beeindruckt. Vor allem die Inspiration durch Claude Monet prägte sein Werk in dieser Zeit. Im Bildausschnitt der Flusslandschaft studierte er die Reflexionen des hellen Lichts an der Wasseroberfläche und an der Rinde der diagonal in den Vordergrund ragenden Weidenstämme. Der fragmentierte Blick, welcher extreme Nahsicht mit der Fernsicht des jenseitigen Ufers verbindet, zeigt Molls Studium des in Paris und Wien damals aktuellen japanischen Farbholzschnitts des Ukiyo-e (Bilder der fliehenden Welt).
(Cornelia Cabuk)








