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Alfons Walde*
(Oberndorf 1891 - 1958 Kitzbühel)
„Wilder Kaiser, Büchlach“
um 1930
Öl auf Karton; gerahmt
50 x 70,5 cm
Signiert rechts unten: A. Walde
Originales Künstleretikett mit Titel "Wilder Kaiser" rückseitig am Karton
Originalrahmen
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891-1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 3016, Abb. S. 676
Das Bild ist mit der Nummer D-LA-547 im Werksarchiv von Alfons Walde registriert.
Gutachten von Mag. Verena Gschnitzer Konzert, Innsbruck, am 31.12.2018, liegt bei.
Schätzpreis: € 250.000 - 500.000
erzielter Preis: € 528.500 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 400.000
Auktion ist beendet.
Die um 1930 gemalte, schneebedeckte Ansicht von Büchlach bei Kitzbühel mit dem im Hintergrund aufsteigenden Bergmassiv des Wilden Kaisers ist ein überaus kraftvolles Winterbild von Alfons Walde, der sich als unbestrittener "Maler des Schnees" in die österreichische Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Mit Landschaftsmotiven wie diesem schuf Walde den Inbegriff der Winteridylle in den Tiroler Bergen. Wie ein Bildhauer modelliert der Maler und schafft weich und plastisch wirkende Hügelformationen, über die er eine schwere Schneedecke legt. Verstreut werden Bauernhöfe und ein Wegkreuz in der menschenleeren Landschaft platziert, ganz oben ist der Blick auf ein wolkenloses Himmelsstück freigegeben, dessen intensives Blau die Landschaft koloristisch ebenso prägt wie das Weiß, das sich aus nuancenreichen Farbpartikeln zusammensetzt und sich mit den Blau-Schattierungen zu einer stimmungsvollen Harmonie vereint. Kein Zeichen der technisierten Welt stört die Stille und Schönheit des unberührten, winterlichen Bergpanoramas.
(Claudia Mörth-Gasser)
"Landschaft war für ihn ein Gegenpol zum Himmel. Selten führte Walde die Berge bis hinauf zum oberen Bildrand, stets wurde das Blau des Himmels in seiner Intensität zum bildbestimmenden Element. (...) Seitlich begrenzte Kompositionen gestaltete er bei diesen Motiven kaum, die Panoramawirkung dominiert. (...) Die Landschaft wird nun als Naturereignis in ihrer ganzen Spannweite augenscheinlich." (Gert Ammann, in: G. Ammann, M. Walde-Berger, Alfons Walde. Werkverzeichnis, Kitzbühel 2025, S. 55f.)








