1615
Max Weiler*
(Absam bei Hall i. Tirol 1910 - 2001 Wien)
„Stehende Form“
1957
Öl, Eitempera auf Leinwand; gerahmt
80 x 80 cm
Rückseitig am Keilrahmen bezeichnet: Stehende Form 1957
Provenienz
Linda Pechlaner, Innsbruck (direkt vom Künstler erworben);
österreichischer Privatbesitz
Literatur
Wilfried Skreiner, Almut Krapf, Max Weiler. Mit einer Einführung von Wilfried Skreiner und einem Werkverzeichnis der Bilder von 1932 bis 1974 von Almut Krapf, Salzburg 1975, Nr. 363, s/w-Abb. S. 246
Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
erzielter Preis: € 50.000 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 37.000
Auktion ist beendet.
„Die Bilder, die ich ab 1956 malte, waren ganz anderer Art. Ich brachte ein neues Element hinein, das der Spannung“, schreibt Max Weiler (Wilfried Skreiner (Hg.), Max Weiler, Mit einem Werkverzeichnis der Bilder von 1932-74 von Almut Krapf, Salzburg 1975, S. 35). Die nun fast abstrakt anmutenden Formen werden ganz nah an den vorderen Bildrand gerückt, durch die Überschneidungen mit dem Bildrand und die expressive Kombination von Kraftfeldern in Öl- und Temperafarben entsteht etwas gänzlich Neuartiges. Max Weiler entdeckt, dass „die Fähigkeit der Verwandlung (die eigentliche Substanz der Metamorphose) in den gewählten Farben und den erzeugten Formen liegt“ (Gottfried Boehm, Der Maler Max Weiler. Das Geistige in der Natur, 2. verbesserte Auflage, Wien 2010, S. 189).
(Sophie Cieslar)


