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Johann Georg de Hamilton
(Brüssel 1672 - 1737 Wien)
„Die Jagdhündin Adam Franz Fürst von Schwarzenberg (1680-1732)“
um 1700
Öl auf Leinwand; gerahmt
24 x 28 cm
Rechts unten signiert und datiert, z.T. undeutlich: J. G. Hamilton 170(0)
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Schätzpreis: € 1.500 - 3.000
erzielter Preis: € 5.850 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 4.500
Auktion ist beendet.
Johann Georg de Hamilton (1672–1737) zählt zu den bedeutendsten Tiermalern des österreichischen Barocks. Geboren in eine schottisch-niederländische Künstlerfamilie, spezialisierte er sich, wie bereits sein Vater, auf Tier- und Stilllebenmalerei. Im Jahr 1712 erfolgte unter Kaiser Karl VI. (1685–1740) seine Ernennung zum kaiserlichen Kammermaler, wodurch er fortan zum festen Kreis der Hofkünstler zählte. Neben prestigeträchtigen Aufträgen für den Wiener Hof, darunter die Ausgestaltung des Rösselzimmers in Schloss Schönbrunn, arbeitete de Hamilton auch für einflussreiche Adelsfamilien wie die Fürsten von Liechtenstein und Schwarzenberg, deren Jagdleidenschaft er mit präzisem Blick und malerischer Virtuosität festzuhalten wusste.
Das vorliegende Tierporträt zeigt eine Jagdhündin in leicht vorgebeugter Haltung, die ihren Kopf aufmerksam dem Betrachter zuwendet. Sie kann als die persönliche Jagdbegleiterin von Adam Franz Fürst von Schwarzenberg (1680–1732) identifiziert werden. In nahezu identer Pose ist die Hündin in de Hamiltons großformatigen, 1708 datierten Gemälde „Ende der Hasenjagd“ (Öl auf Leinwand; 128 x 238 cm) ebenfalls porträtiert (vgl. Nationales Institut für Kulturerbe, Tschechien, Inv.-Nr. HL 636).

