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Martin Ferdinand Quadal
(Niemtschitz 1736 - 1808 St. Petersburg)
„Junge schützt eine Kerze vor dem Wind“
Öl auf Leinwand; gerahmt
70,5 x 53 cm
Provenienz
ehemals Privatsammlung K.P. (wohl Karl Pfatschbacher), Linz;
Privatbesitz, Österreich
Literatur
Maria Isabella Safarik, Martin Ferdinand Quadal. L’insolta carriera di un artista indipendente nell’Europa del settecento, Rom 2006, S. 164, Nr. 32
Schätzpreis: € 5.000 - 10.000
erzielter Preis: € 5.200 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 4.000
Martin Ferdinand Quadal (1736–1808) wurde in Mähren geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung zunächst in Wien. Im Anschluss unternahm er ausgedehnte Studienreisen durch Deutschland, England, Frankreich und Italien. Im Jahr 1797 reiste er nach Russland, wo er, mit einer zweijährigen Unterbrechung in London, überwiegend in Sankt Petersburg tätig war. Er erwarb sich als Porträt- und Tiermaler europaweit hohes Ansehen und wurde in mehreren namhaften Kunstakademien zum Ehrenmitglied ernannt. Das hier vorliegende Porträt zeigt einen jungen Mann, dessen Gesicht durch den Schein einer Kerze, die er in der Hand hält, aus dem Dunkel des Hintergrunds hervorgehoben wird. Die gezielte Lichtführung erzeugt eine spannungsvolle Hell-Dunkel-Wirkung, die das Antlitz des Dargestellten modelliert und eine intime Atmosphäre entstehen lässt. In dem Gemälde Giovane con una lanterna di carta (Junger Mann mit Papierlaterne) lässt sich eine vergleichbare kompositorische Anlage erkennen. (vgl. Safarik, S. 203, Nr. 67).

