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Andrea Piccinelli, genannt Andrea del Brescianino
(Brescia 1485 - 1545 Florenz)
„Leda mit dem Schwan“
Öl auf Holz; gerahmt
69 x 130 cm
Provenienz
Privatbesitz, Österreich
Limit: € 35.000 +Aufgeld +ggf. Folgerecht
Bei Geboten zum Limit kann ein Zuschlag sofort nach Bearbeitung erfolgen.
Andrea Piccinelli (1485–1545), genannt del Brescianino, ist erstmals im Jahr 1507 in Siena belegt, wo er zunächst für die Compagnia di San Gerolamo tätig war. Obwohl er in Siena ansässig war, zeigen seine Werke deutliche stilistische Einflüsse der florentinischen Malerei. Das vorliegende Gemälde thematisiert die erotisch aufgeladene mythologische Szene von Leda und dem Schwan, in der Zeus, in Tiergestalt, Leda verführt. Dieses Sujet erlebte in der italienischen Malerei des Cinquecento, angeregt durch die Bildtradition der Antike, eine erneute künstlerische Aufmerksamkeit und wurde insbesondere aufgrund seiner sinnlich-mythologischen Dimension vielfach aufgegriffen. Die vorliegende Komposition zeigt drei der vier mythologischen Kinder Ledas und verbindet sinnliche Darstellung mit mythologischer Erzählung. Besonders auffällig ist die kompositorische Nähe zu einem anderen bekannten Werk des Künstlers, das 2000 bei Christie’s in London versteigert wurde (13. Dezember 2000, Lot 60). Auch in diesem Werk ist die Göttin Venus in vergleichbarer Haltung dargestellt. In beiden Bildern nimmt die weibliche Figur mit entblößtem Körper selbstbewusst den Blick des Betrachters auf, während sie sich elegant auf den rechten Arm stützt und den Bildraum dominiert.

