1067
Johann Ulrich Mayr
(Augsburg 1630 - 1704 Augsburg)
„Der verlorene Sohn“
Öl auf Leinwand; gerahmt
105,5 x 132,5 cm
Provenienz
Dorotheum Wien, 27. Mai 1974, Lot 87, Tafel 44;
Privatbesitz Österreich
Schätzpreis: € 10.000 - 20.000
erzielter Preis: € 13.000 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 10.000
Auktion ist beendet.
Johann Ulrich Mayr war ein deutscher Barockmaler mit Lebensmittelpunkt in Augsburg. Seine Ausbildung erhielt er in den Niederlanden bei Rembrandt van Rijn (1606-1669) und Jacob Jordaens (1593-1678). Neben Porträts entstanden zahlreiche Werke mit religiösen und christlichen Themen, für die er unter anderem auch am Wiener Hof tätig war.
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn war im Barock ein beliebtes Sinnbild göttlicher Gnade. Mayr zeigt hier den Moment der Heimkehr: Der Sohn, nachdem er sein Erbe verspielt hat, bittet in seiner zerrissenen Kleidung reuevoll um Vergebung. Der Vater nimmt ihn mit gütiger Geste auf, während zwei junge Männer das Geschehen staunend beobachten. Durch den für den Barock typischen Einsatz von Hell-Dunkel hebt Mayr Gesichter und Hände wirkungsvoll hervor und verleiht der Szene eine eindringliche emotionale Intensität.

