1509
Rudolf von Alt
(Wien 1812 - 1905 Wien)
„Schiffe im Hafen von Venedig“
1842
Aquarell auf Papier; gerahmt
19 x 28 cm
Signiert und datiert rechts unten: R Alt 1842
Provenienz
C.J. Wawra, Wien, Nachlass-Auktion Generaldirektor Dr. Victor und Paula Zuckerkandl, 7.-8.5.1928, Nr. 7, "Schiffswerft bei Venedig", Tafel XXI (SW-Abb.);
Galerie Josefstadt E. Kovacek, Wien;
Privatsammlung, Österreich
Ausstellung
1984 Wien, Graphische Sammlung Albertina, Nr. 69
Literatur
Rudolf von Alt, 1812-1905. Die schönsten Aquarelle aus den acht Jahrzehnten seines Schaffens, Ausstellungskatalog Graphische Sammlung Albertina, Wien 1984, S. 68, Nr. 69 (SW-Abb.);
Vergleiche: Walter Koschatzky, Rudolf von Alt. Mit einer Sammlung von Werken der Malerfamilie Alt der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien/Köln/Weimar 2001, S. 364, WV-Nr. 35/41, Abb. 47;
Marianne Hussl-Hörmann, Rudolf von Alt. Die Ölgemälde, Wien 2011, S. 117, Vergleich zu WV-Nr.17 (Abb. b)
Schätzpreis: € 15.000 - 30.000
erzielter Preis: € 20.800 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 16.000
Auktion ist beendet.
Rudolf von Alt schuf 1839 ein Ölgemälde mit dem Titel "Marina Veneta gegen die Giardini Pubblici", das Werk befindet sich im Eigentum des Wien Museums. Zwei Jahre zuvor entstand ein Aquarell mit dem selben Thema und 1842 die vorliegende Version. Hevesi schrieb zum Blatt aus 1837: "Hochinteressant ist eine 'Veneta Marina' dadurch, dass die Seestaffage mit sichtlichem Hang zur Abenteuerlichkeit gegeben ist. Die seltsame Gebärde der Masten und Taue, als Hauptmotiv zwei dunkle Barken nebeneinander, deren eine schief auf der Seite gelegt am Kiele kalfatert wird. Die senkrechten Masten der einen und die schiefen der anderen Barke, im Winkel von 45 Grad, geben ein ganz auffallendes Diagramm." (Hevesi, 1911, S. 101)
Auf beeindruckende Weise schildert Alt in vorliegender Ansicht das Flämmen eines Segelschiffes, welches dadurch von Algen und Muscheln befreit wird. Es handelt sich um eine handwerkliche Technik, die heute in Vergessenheit geraten ist. Alt dokumentiert einerseits eine faszinierende Tätigkeit, macht daraus aber gleichzeitig ein atmosphärisches Erlebnis, welches durch das Zusammenspiel von Feuer, Rauch und Dunst besticht.
