Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

25. Juni 2020, 17:00 Uhr

1562

Alfred Kornberger*

(Wien 1933 - 2002 Wien)

„Drei Grazien“
1995
Öl auf Leinwand; gerahmt
110 x 140 cm
Signiert rechts unten: Kornberger

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Franz Smola, Alfred Kornberger (1933 - 2002). Der Akt als Innovation, Wien 2007, Abb. S. 189 Nr. 71.

Diese Arbeit ist unter der Wkvz.-Nr. 927 verzeichnet.

Schätzpreis: € 25.000 - 45.000
Auktion ist beendet.

Alfred Kornberger wurde am 3. Juli 1933 in Wien geboren und reiht sich in die österreichische Tradition der Körperdarstellung ein.
Wie seine Malerkollegen Gustav Klimt, Egon Schiele oder Herbert Boeckl, war auch Kornberger einer der großen Künstler des 20. Jahrhunderts, der mit raschen Bleistiftkonturen den Akt aus unterschiedlichen Blickrichtungen festhielt. In tausenden Arbeiten erfüllte er das Kriterium für Ästhetik und Schönheit eines Aktes. Einer seiner größten Sammler wahr wohl der Schiele Experte Dr. Rudolf Leopold, der auch die Qualität in den Arbeiten von Kornberger erkannte.
(Monika Ziwna)

„Im Bild „Drei Grazien“ vollführen die drei Tänzerinnen ähnlich ausdrucksstarke, konvulsivische Bewegungen, wie sie Kornberger im Notizblock festgehalten hat. Ihre Gesichter verzerren sich wie zerquetschte Masken. Zu diesen exaltierten Gesten und Mimiken tritt im Gemälde noch eine hochexpressive Farbigkeit. Die Tänzerinnen tauchen in ein grelles Rot- und Gelblicht ein, während sich die Schatten auf der Bühne blau färben. Das für Kornberger ungewöhnliche Querformat, die Aneinanderreihung von gleich drei Tänzerinnen in einem einzigen Bild, erzeugen eine mächtige, bühnenartige Wirkung, deren Suggestivkraft außerordentlich ist.“ (Franz Smola in: Alfred Kornberger. Der Akt als Innovation. S. 188)