Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

23. Juni 2020, 17:00 Uhr

0263

Friedrich Gauermann

(Miesenbach 1807 - 1862 Wien)

„Die Leinersäge beim Lachenbauer“
1826
Öl auf Leinwand
58 × 79 cm
Signiert und datiert rechts unten: F. Gauermann 1826.
Rückseitig am Keilrahmen handschriftliche Bezeichnung:
F. Gauermann's Sägemühle Eigentum Freiherr v. Schüler … Dezember (1)856
Rückseitig Wachssiegel

Provenienz

Dorotheum Wien, 26.5.1997, Nr. 29;
Privatbesitz, Österreich

Literatur

Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann, Rosenheim 1987, S. 270, WV-Nr. 22 (Abb.)

Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
Limit: € 25.000
Auktion ist beendet.

Vorliegendes Gemälde ist mit 1826 datiert, entstand also im zweiten Studienjahr des jungen Künstlers. Die Werke aus dieser Zeit zeigen schon seine Stärke als ausgezeichneter Beobachter. Er hat seine Szenen nicht erfunden, sondern erlebt. Die Ideen entnahm er der Natur, dort hat er seine Beobachtungen in Skizzen festgehalten und später in Öl umgesetzt. Im Entstehungsjahr vorliegender Arbeit stellte Gauermann an der Akademie aus und wurde gemeinsam mit seinem Vater lobend genannt: "Aber was den wackeren Künstler ungemein erfreuen muss, ist das schön heranblühende Talent seines Sohnes Friedrich, der schon im 16. bis 18. Jahre als Thiermaler bedeutendes geleistet hat." Die Mäzene geben diesem Urteil recht. Neben Geymüller finden wir Fürst Metternich, die Grafen Podstatzky, Caramann und Clary unter den Käufern. Das Miesenbacher Landleben mit seinen Tierstücken fand somit Eingang in adelige Häuser - ein kulturgeschichtliches Phänomen, welches sich im Laufe des 19. Jahrhunderts immer größerer Beliebtheit erfreute. (Vgl. Feuchtmüller, Gauermann, 1987, S. 17)