Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

09. April 2019, 16:30 Uhr

0384

Carl Schuch

(Wien 1846 - 1903 Wien)

„Schuchs Atelier in Venedig“
um 1881
Öl auf Leinwand
89,2 x 66,5 cm
Signaturstempel links unten: C Schuch
Rückseitig Etikett der Sammlung Georg Schäfer, Nr. 64355827 sowie Etikett Museums-Verein Elberfe(ld) Nr. 3425

Provenienz

Nachlass des Künstlers;
Karl Haberstock, Berlin, erworben am 4.1.1911 bei der Witwe des Künstlers, Louise Locker-Schuch, Wien;
Wilhelm Weigand, München, erworben am 25.10.1911 bei Haberstock;
Karl Zitzmann, Erlangen, aus dessen Sammlung versteigert bei Paul Cassirer & Hugo Helbing, Berlin, 3./4.3.1925, Los 126, Tafel 53 (unverkauft);
Paul Cassirer & Hugo Helbing, Frankfurt/Main, 16.11.1926 Los 28, Tafel 10;
Galerie Heinemann, München (Nr. 18272 Interieur);
Roman Norbert Ketterer, Stuttgart, 8.10.1954, Los 302;
Hermann Combé, Stuttgart;
Georg Schäfer, Schweinfurt (3558), am 22.4.1959 bei Combé erworben;
Versteigerung aus dem Nachlass Schäfer bei Christie's, Düsseldorf, 31.01.2000, Nr. 192, Abb. 157;
seit 2000 österreichische Privatsammlung

Ausstellung

1911 Barmen, Ruhmeshalle: Kunstverein, Kat. 8;
1911 München, Moderne Galerie Heinrich Thannhauser;
1911 Frankfurt, Kunstverein, Kat. 37;
1927 München/Luzern, Galerie Heinemann & Galerie Hansen

Literatur

Der Cicerone, III. Jg., H.12, Juni 1911, S. 464;
Münchner Neueste Nachrichten, LXIV. Jg. Nr. 358, 2.8.1911;
Brigitte Buberl (Hg.), Cézanne - Manet - Schuch. Drei Wege zur autonomen Kunst (Kat. Ausst., Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund), München 2000, S. 46, Abb. 1;
Agnes Husslein-Arco & Stephan Koja (Hg.), Carl Schuch. Ein europäischer Maler (Kat. Ausst., Belvedere, Wien 2012), Wien/Weitra 2012, S. 253, Abb. 14;
Roland Dorn & Fabienne Ruppen, Carl Schuch in Venedig (1876-1882), Frankfurt/Main 2012 (Carl Schuch-Studien, Bd. 1), S. 60, Abb. S. 69

Dieses Gemälde ist im Carl Schuch-Archiv/Nachlass Claus Korte im Besitz des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg im Breisgau, nachgewiesen und wird in den Catalogue raisonné von Carl Schuchs Œuvre aufgenommen.

Schätzpreis: € 35.000 - 70.000
Auktion ist beendet.

Zwischen 1876 und 1882 lebte Schuch, den Münchner Kunstbetrieb hinter sich lassend, in Venedig. In dieser Zeit entstand auch vorliegendes Gemälde, welches sein Ateliers in der Calle del Traghetto zeigt, und das in den Münchner Neuesten Nachrichten am 2.8.1911 folgendermaßen beschrieben wurde: „… das große Interieur, …. eine Symphonie in Braun, aus den mannigfaltigen Tönen von Holzwerk und Gerät zusammengesetzt. Eine hölzerne Freitreppe führt aus dem Raum nach oben, an ihrem Fuße steht ein Pianino, eine hohe Bank mit Lehne im Hintergrund. Dazu ein wenig Weiß, etwas Rot am Teppich, etwas Gold an den Bilderrahmen und das Ganze von glühend heißer Pracht des Kolorits!“