Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

23. Oktober 2018, 17:00 Uhr

0324

Marie Egner

(Radkersburg 1850 - 1940 Maria Anzbach)

„Regentag in Sexten“
um 1906
Öl auf Karton
57,5 x 70,5 cm
Signaturstempel links unten sowie Signatur auf der Rückseite: M. Egner

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

Literatur

Vgl. Martin Suppan/Rupert Feuchtmüller. Marie Egner. Eine österreichische Stimmungsimpressionistin, Bd. II, Wien 1993, S. 358-359, WV-Nr. 730 u. 731

Schätzpreis: € 15.000 - 30.000
Ergebnis: € 15.000
Auktion ist beendet.

1906 reiste Marie Egner nach Osttirol und dann über Innichen und Sexten in die Dolomiten. Bei ihrem Aufenthalt in Sexten entstand vorliegendes Gemälde. Direkt über dem Südtiroler Dorf hängen graue Wolken und das Regenwasser strömt in kleinen Wasserfällen von den Dachrinnen. Die Dorfstraße ist mit Wasserpfützen übersät und die wenigen Menschen die sich auf die Straße gewagt haben, schützen sich mit Regenschirmen. Ein für Egner ungewöhnliches Sujet, in seiner Wirkung aber beeindruckend. So setzte die Künstlerin in das Grau des Regentages intensive Farbakzente. Die Blüten der roten und rosa Mohnblumen im Bauerngarten scheinen vom Regen reingewaschen und das Gras erstrahlt in frischem Grün. Mit nur wenigen Farben zauberte Egner schimmernde Lichtreflexe auf die nasse Straße und verwandelte durch die einzigartige Farbgebung die Darstellung eines verregneten Tages in einem Bergdorf in ein malerisches Stimmungserlebnis. (MS)