Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

29. November 2016, 18:00 Uhr

0223

Oskar Kokoschka*

(Pöchlarn 1886 - 1980 Montreux)

„Minona, Studie zum gleichnamigen Ölgemälde“
1944
Farbstift auf Papier
40 × 25,5 cm
Signiert und datiert rechts unten: OKokoschka 44
Rückseitig Bildnisstudie

Provenienz

Dorotheum Wien, 27. 11. 2002, Nr. 33;
Dorotheum Wien, 29. 05. 2007, Nr. 101;
österreichischer Privatbesitz

Literatur

Vergleiche: Veronique Mauron, Werke der Kokoschka-Stiftung, Stiftung zum Gedächtnis an Oskar Kokoschka, Musée Jenisch, Vevey 1994, Abb. S. 139 (Ölgemälde "Minona") sowie Abb. S. 140 + 141 (zwei weitere Farbstiftstudien "Minona")

Diese Zeichnung wird von Dr. Alfred Weidinger in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis Oskar Kokoschka, Zeichnungen / Aquarelle, aufgenommen.

€ 20.000

Von 10. August bis 26. September 1944 bewohnte Oskar Kokoschka mit seiner Frau Olda bereits zum vierten Mal das Haus Elrig bei Portwilliam im Süden Schottlands. In der Nachbarschaft lebte eine alte Dame, bei der ihre fünfzehnjährige Nichte, Minona McEwan, die Ferien verbrachte. Kokoschka, der während der Kriegsjahre nur wenige Porträts malte, begann gegen Ende des Sommers, Minona in einem Ölbild und mehreren Farbstiftzeichnungen zu verewigen. Laut Olda Kokoschka war Minona ein streng im katholischen Glauben erzogenes Mädchen und ihre Spiritualität spiegelte sich in ihrer Erscheinung wider: "Sie hatte einen festen Charakter und vor allem starke Grundsätze und Moralprinzipien. Kokoschka unterhielt sich gern mit ihr." (vgl. V. Mauron, Werke der Kokoschka-Stiftung, Vevey 1994, S. 140) (CMG)