Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

19. Oktober 2016, 17:00 Uhr

0972

Lucien Lévy-Dhurmer*

(Algier 1865 - 1953 Le Vésinet)

„Algerische Frauen am Seeufer Rückseite: Algerische Frauen am Meeresstrand“
Pastell auf Papier
60 × 85 cm
Rückseitig Etikett Barry Friedman Ltd., New York: 33 Levy-Dhurmer "Veiled Women"
Rückseitig Etikett mit der Nummer 8366 / 33

Provenienz

Barry Friedman Ltd., New York;
Sotheby's, New York, 12. Juni 1980, Nr. 116;
Sotheby's, New York, 22. Februar 1989, Nr. 72;
Privatsammlung, Österreich

€ 20.000 - 40.000

Der in Algerien geborene Lucien Lévy stammt aus einer jüdisch-französischen Familie. Schon früh wurde sein malerisches Talent erkannt und daher 1879 zum Kunststudium nach Paris geschickt. 1887 übersiedelte er nach Südfrankreich, wo er acht Jahre lang als künstlerischer Direktor der Manufaktur Clément Massier tätig war und vor allem Entwürfe für Art-Nouveau-Keramiken entwickelte. Als es zu einem Zerwürfnis mit Massier kam, ging Lévy wieder nach Paris, wo er ab 1895 lebte und arbeitete. Dieser Ortswechsel brachte auch eine Zäsur in seiner künstlerischen Arbeit, denn ab diesem Zeitpunkt wendete er sich wieder ausschließlich der Malerei zu. Zu Studienzwecken bereiste er Italien, wo er in der Folge stark von der Kunst der Renaissance beeinflusst wurde. Jedoch ist auch der Einfluss der Impressionisten und Präraffaeliten in seinen symbolistischen Landschaften und Porträts evident. Einen besonderen Platz in seinem Oeuvre nehmen auch, wie in vorliegender Arbeit, orientalische Motive ein. Bereits die erste Ausstellung von Gemälden und Zeichnungen des jungen Künstlers im Jahr 1896 war ein riesiger Erfolg. Seine Werke erfreuten sich bald größter Beliebtheit und er fand Anerkennung sowohl bei Künstlerkollegen wie auch beim französischen Publikum. (MS)