Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

19. Oktober 2016, 17:00 Uhr

0914

Franz Eybl

(Wien 1806 - 1880 Wien)

„Eine Braut wird zur Vermählung geschmückt“
1845
Öl auf Holz
63 × 49 cm
Signiert und datiert rechts unten: F EYBL. (1)845

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

vgl. Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Hofheim am Taunus, 1979, 1. Bd/1. Hälfte, S. 299, Nr. 18

€ 10.000

Der 1806 in Wien geborene Künstler Franz Eybl folgte bereits sehr früh seiner Berufung. Schon mit zehn Jahren besuchte er die Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er erst bei Josef Klieber studierte und ab 1817 bei Josef Mössmer die Landschaftsklasse belegte. Zu seinen Lehrern zählten außerdem Johann Baptist Lampi im Modellzeichnen nach der Antike und Johann Peter Krafft in der Klasse für Historienmalerei, die auch Josef Danhauser belegte. Sein malerisches Können wurde durch Auszeichnungen wie den Gundel- und 1828 den Lampi-Preis geehrt. Seit 1843 Mitglied der Wiener Akademie wurde er 1853 zum Kustos der Kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere berufen.

Am Beginn seiner Karriere malte Franz Eybl Landschaften und Genrebilder im Sinne des Vormärz. Im Gegensatz zu seinem Studienkollegen Josef Danhauser, suchte Eybl allerdings seine Motive im bäuerlichen Umfeld. Ebendiese Vorliebe spiegelt sich auch in vorliegendem Gemälde wieder. Eine Braut wird gerade feierlich mit Blumen geschmückt. Die Szene spielt in einer bäuerlichen Stube, die eine besondere Intimität ausstrahlt. Vor allem der gefühlvolle Ausdruck in den Gesichtern und die feinmalerische Ausführung der Details weisen bereits auf Ebyls spätere Entwicklung zu einem der bedeutendsten Porträtisten und Miniaturmaler seiner Zeit voraus. (SP)