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Max Ernst

Brühl 1891-1976 Paris

Max Ernst wurde am 2. April 1891 im Rheinland in Brühl als eines von neun Kindern geboren. Er besuchte die Schule in Brühl und machte 1910 sein Abitur. Ab diesem Zeitpunkt reiste er mit dem Fahrrad durch das Rheinland, das Elsass, die Pfalz und Holland. Er besichtigte Museen und malte nach der Natur.
Ab 1911 begann er ein Studium an der Universität Bonn. Da er partout kein „Studium zum Broterwerb“ belegen wollte, besuchte er augenscheinlich wahllos Vorlesungen verschiedenster Studienrichtungen. Dort begegnete er August Macke, mit welchem er 1913 an der von Macke initiierten Ausstellung Rheinischer Expressionisten teilnahm. In diesen Jahren schrieb Ernst regelmäßig Kritiken für den Bonner Volksmund.
Bevor er 1914 für den Ersten Weltkrieg einberufen wurde, reiste er nach Paris und begegnete dort Guillaume Apollinaire und Robert Delaunay.
Während seines Kurzurlaubs in Berlin im Jahr 1916 traf er u. a. auf George Grosz. Im Jahr 1918 heiratete er Luise Staus. Sie zogen gemeinsam nach Köln und empfingen häufig Hans Arp, Sophie Taeuber, Jankel Adler, Lyonel Feininger, Tristan Tzara sowie Paul und Gala Èluard.
In den folgenden Jahren entwickelte sich der Stil von Max Ernst zum Dada. 1919 gründete er mit Hans Arp und Theodor Baargeld die Kölner Dada-Gruppe. Diese Gruppierung blieb nicht lange bestehen, denn sowohl Hans Arp als auch Max Ernst gingen nach Paris. Dort stellte er 1923 im Pariser Salon des Indépendents aus.
Im Jahr 1924 veröffentlichte André Breton sein Manifest des Surrealismus. Max Ernst wird in den folgenden Jahren für die Entwicklung der surrrealistischen Kunst eine bedeutende Rolle spielen. Während eines Urlaubs in der Bretagne entstanden die ersten Frottagen. Eine Sammlung dieser wird bei Jeanne Bucher ein Jahr später erscheinen.
In den folgenden Jahren arbeitete Max Ernst mit Joan Miro, Luis Bunuel und Alberto Giacometti zusammen an verschiedenen Projekten.
1936 wurden 48 seiner Arbeiten in New York in der Ausstellung Fantastic Art, Dada, Surrealism gezeigt.
Im Jahr 1939 erfolgte die erste Internierung von Max Ernst im Lager Les Milles in Frankreich. 1940 floh er aus dem Lager St.- Nicolas, in welches er inzwischen interniert wurde.
Mit der Unterstützung von Peggy Guggenheim gelang Max Ernst die Flucht über Portugal in die U.S.A. Mit Peggy Guggenheim reiste er durch die Staaten. Sie heirateten im September des Jahres 1941.
In den Jahren 1942 bis 1944 gab er die Zeitschrift VVV gemeinsam mit Marcel Duchamp und Andre Breton heraus. In dieser Zeit entwickelte er auch die Technik der Oszillation, bei welcher ein mit Löchern versehener mit Farbe gefüllter Becher über eine Leinwand geführt wird. Es entstehen netzartige Bilder. 1946 wird Jackson Pollock diese Technik als „dripping“ aufgreifen.
1948 erhielt Max Ernst die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Seine erste Retrospektive in Deutschland wurde in Brühl 1951 gezeigt. Um die Kosten zu decken, überliess Ernst der Stadt das Gemälde „Geburt der Komödie“. Zu seiner Enttäuschung verkaufte diese das Werk umgehend.
Den großen Preis der Biennale für Malerei in Venedig erhielt Max Ernst 1954 und nimmt ein Jahr später an der ersten documenta teil.
Vier Jahre später nahm er erneut an der documenta teil. Diese entwickelt sich in der darauf folgenden Zeit zu einer der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst der Welt.
Im Jahr 1961 fand im Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive statt. Diese Ausstellung war sehr erfolgreich und wanderte weiter ins Art Institue in Chicago und in die Tate Gallery in London.
Max Ernst und die Künstlerin Dorothea Tanning zogen 1964 gemeinsam nach Südfrankreich. Er war an der III. documenta in Kassel mit 20 Werken vertreten.
Seit seinem Eklat mit der Stadt Brühl, wegen seiner ersten deutschen Retrospektive, war Ernst der Stadt nicht wohl gesonnen und lehnte 1966 die Ehrenbürgerschaft ab.
In den Jahren 1967-1975 fanden viele Ausstellungen und Retrospektiven seines Oeuvres statt. Unter anderem Teilnahme an der 4. Documenta in Kassel, die Retrospektive im Stockholmer Moderna Museet, außerdem die Wanderausstellung „Das innere Gesicht“, die Station in Deutschland, Frankreich und in den USA machte. Max Ernst nahm an der documenta 5 teil.

Im Jahr 1975 erkrankte Max Ernst und verstarb in der Nacht auf seinen 85. Geburtstag.Brühl 1891 - 1976 Paris

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