Artists from A-E

Eugen von Blaas

Albano 1843-1932 Venedig

Eugen von Blaas kam im Juli 1843 in Albano, bei Rom, als Sohn des Porträtmalers Karl von Blaas zur Welt. Seine Jugendjahre verbrachte er zwischen Rom, Albano und Venedig. 1851 wurde sein Vater an die Akademie in Wien berufen, woraufhin die Familie das politisch instabile Italien verließ, allerdings nach 5 Jahren nach Venedig zurückkehrte. Eugens Talent wurde vom Vater früh gefördert, indem er ihm neben einer guten Schulbildung auch eine malerische Grundausbildung ermöglichte. An der Akademie in Venedig beendete er seine künstlerische Ausbildung, bevor er später als Professor dorthin zurückkehrte. Zusätzlich half Eugen von Blaas seinem Vater, sofern es zeitlich möglich war, bei der Ausmalung des Arsenals in Wien. Nach seiner Hochzeit mit Paola Prina, genoss er das gesellschaftliche Leben und ging häufig auf die Jagd. Das Jahr 1877 sollte für die Familie von großer Bedeutung sein. Nachdem der Vater die Ausmalung des Arsenals beendet hatte, wurde er von Kaiser Franz Joseph I. in den erblichen Ritterstand erhoben. Zu Beginn des ersten Weltkrieges übersiedelte Eugen van Blaas mit seiner Familie nach Rom, wobei er 1919 wieder nach Venedig heimkehrte. Wie es bei seinem Vater der Fall war, verschlechterte sich seine Sehqualität im Alter erheblich, weshalb er in seinen letzten Jahren auch keine Gemälde mehr anfertigten konnte.

Eugen von Blaas widmete sich hauptsächlich Genreszenen, die das Leben in den Straßen Venedigs darstellen. Die Werke zeigen leichte, sinnliche Szenen, die der Künstler immer wieder variierte. Subtile Farben bestimmen die Bildräume, die Figuren bestechen durch ihre fotografisch anmutende Plastizität. Diese erreichte der Maler im Laufe seiner Schaffenszeit, indem er seine Maltechnik immer weiter verfeinerte. Eine wichtiges Thema in seinem Oeuvre waren halbfigurige Porträts meist italienischer, hübscher junger Frauen. Blaas vermochte es wie kaum ein anderer Künstler die Natürlichkeit und Anmut der Porträtierten einzufangen.Albano 1843-1932 Venedig

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