JUGENDSTIL – 30. November 2018

Mit zwei besonderen Objekten von Josef HOFFMANN kann die Sparte auch dieses Mal wieder aufwarten. Nicht nur die gewohnte Harmonie seiner Handschrift kann hier begeistern sondern auch die Provenienz: So hat niemand anderer als die berühmte Modeschöpferin und Klimt-Muse Emilie Flöge den 1909 entworfenen Anhänger aus schillerndem Perlmutt an einer langen zarten Silberkette getragen und sich damit auch fotografieren lassen. Hoffmanns silberne Kaminuhr wiederum stand einst in einem prominenten Haus, wie es die eigens im Sockel eingravierte Widmung an Yella Hertzka, Philanthropin und bedeutende Kämpferin für den Frieden und für die Rechte der Frauen bleibend dokumentiert. 1913 hatte das Ehepaar Herzka Josef Hoffmann mit der Errichtung einzelner Häuser auf ihrem Grundstück beauftragt, die später an Freunde übertragen wurden. Die Uhr ist ein Geschenk dieser Villenbesitzer und erinnert noch heute an ein ungewöhnliches städtebauliches Experiment, die „Villenkolonie Kaasgraben“.

Josef Hoffmann (1870 – 1956)
Kaminuhr für Yella Hertzka
Alpacca, versilbert;
20,2 x 23,4 x 12,3 cm
Schätzpreis: 50.000 – 80.000 €

Josef Hoffmann (1870 – 1956)
Kette mit Anhänger
Silber, Vergoldungsreste, Perlmutt;
6,3 x 3,2 cm (Anhänger)
Schätzpreis: 40.000 – 80.000 €

Dagobert Peche (1887 – 1923)
Rahmen
Lindenholz, ungefasst;
52,5 x 64 cm
Schätzpreis

Ein besonderes Angebot stellt auch die Sammlung von Spiegeln und Bilderrahmen in Rohfassung dar, die in der legendären Werkstätte von Max WELZ nach Entwürfen von Josef Hoffmann, Dagobert Peche u.a. ausgeführt wurden.