Der künstlerische Wochenrückblick

Es ist wieder so weit: Mag. Alexandra Markl präsentiert wieder drei Dinge aus der Kunstwelt, die Sie nicht verpassen sollten!

Das Einmaleins des Sammelns

Nicht der Corona-Virus, der Kunst-Virus ist es doch, der uns auf Dauer nicht loslässt. Wer ihn hat, laboriert sein Leben lang daran – und zwar mit größter Freude! Denn man muss nicht ein vermögender Sammler sein, um Kunst zu schätzen und sich hier und da ein schönes Stück zu gönnen. Gerade Auktionshäuser bieten die Möglichkeit, Kunst zu attraktiven Preisen zu ersteigern.

  

Interessant und lehrreich ist es aber, anderen Sammlern beim Sammeln zuzusehen, zu erforschen, wie sie zu ihrer Leidenschaft gekommen sind und wie sie diese ausleben. Dies kann als reine Inspiration für die eigene Wunschliste dienen, oder vielleicht sogar als Barometer dafür, was später einmal im Wert steigen könnte: eine mögliche und erfreuliche Nebenwirkung des Sammelns.

In diesem Zusammenhang bietet Collectors Agenda ein spannendes Interview mit dem österreichischen Sammler Martin Lenikus.

Seine Kollektion besteht zu einem Großteil aus jungen noch unbekannten und/oder mittlerweile auch arrivierteren österreichischen Künstlern. Viele der Maler, die Lenikus sammelt, sind auch immer wieder in Auktionen im Kinsky vertreten! So zum Beispiel Gunter Damisch, Zenita Komad, Andreas Leikauf, Bianca Regl, Hubert Scheibl, Heimo Zobernig.

  

 

„Die Avantgarde im Nachtcafé“

Viele erwarten nach den vergangenen, stillen Wochen bereits sehnsüchtig den ersten kulturellen „Ausgang“. Als eine der ersten Institutionen wird dies Kunstliebhabern das Belvedere ermöglichen, das seine bejubelte Ausstellung „Into the night – die Avantgarde im Nachtcafé“ bereits ab 15. Mai wiederaufnimmt.

Zu sehen sind etwa wunderbare Nachbauten der berühmtesten Bars aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts wie jene der Fledermaus-Bar, 1907 von Protagonisten der Wiener Werkstätte gegründet, wie etwa Josef Hofmann, dessen Kunstwerke auch immer wieder in unseren Auktionen aufscheinen.

Die Ausstellung schließt leider bereits mit Ende Mai, unbedingt ansehen!

Das Quiz der besonderen Art

Und zu guter Letzt – Maskenpflicht einmal anders. Die Website Monopol stellt ein Quiz der besonderen Art bereit – wer erkennt alle 11 angeführten Kunstwerke (von Dürer bis Moderson-Becker) nur an den Augen des Modells?

Auch das im Kinsky hatte in der letzten Auktion faszinierende Augen zu bieten: etwa jene des Allround-Künstlers Andre Heller und seines Sohnes in dem großformatigen „Wonderhosue“ von Xenia Hausner, das um den Kaufpreis von € 76.800 ( Hammerpreis € 60.000) in der März-Auktion zugeschlagen wurde.