Kunstraum - Zeitgenössische Kunst: 100519

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Zeitgenössische Kunst

Markus Prachensky (Lot 0069), zoom

100519

Markus Prachensky

Senatus Consultum
Inklusivpreis € 38.000
  • Detailbild 1: Kat. 0069
  • Detailbild 2: Kat. 0069

Markus Prachensky

(Innsbruck 1932-2011 Wien)
Senatus Consultum, 2005
Öl auf Leinwand; ungerahmt; 130 x 115 cm
Signiert rechts unten: Prachensky
Rückseitig signiert und datiert: Markus Prachensky 2005
Rückseitig bezeichnet und datiert: "Senatus Consultum - 2005"
Provenienz
Privatbesitz, Niederösterreich


Von 2004 bis 2006 arbeitet der österreichische Maler und Grafiker Markus Prachensky an der Werkgruppe „Imperium Romanum“, die mehrere Bilderzyklen mit einschließt – darunter die Serie „Senatus Consultum“. Hierzu zählen mehrere Papierarbeiten und Leinwandbilder.

Seine „Lebensfarbe“ Rot setzt Prachensky in der gesamten Serie auf schwarzen Grund und steigert damit die Leuchtkraft der Rottöne.
„Senatus Consultum“ bedeutet „Senatsbeschluss“. Im alten Rom sollten innen- und außenpolitische Angelegenheiten laut Senatsbeschlüssen schließlich in Form von Gesetzen geregelt werden. Prachensky bezieht sich in „Senatus Consultum“ nicht nur inhaltlich, sondern auch formal auf die „Grundsteine“ des römischen Staats. Mittels seiner charakteristischen reduzierten, abstrakt-expressiven Handschrift verweist Prachensky auf die Architektur der römischen Antike. Gezielt vertikal gesetzte, kraftvoll-gestische Pinselspuren erinnern an die imposanten Säulenreihen römischer Tempel- und Prachtbauten. Auf den Säulen lastet mächtiges Gebälk.
Jahrelang bereist Prachensky Italien, studiert die Geschichte des Landes und insbesondere jene der Hauptstadt Rom. In Prachenskys Werken finden sich wiederholt Referenzen auf die Ewige Stadt, die ihn seit seinem ersten Besuch im Jahr 1947 in ihren Bann zieht: "Immer war ich begeistert von Rom, seinen Bauten, seinen Hügeln, der Umgebung, dem Ernst und der Fröhlichkeit der Stadt. Der Reiz der Antike, der sich zuerst scheu verweigert, dann sich dem Wissenden aber mehr und mehr erschließt, ist ein Faszinosum, dem ich im Lauf der Jahre erlegen bin – wissentlich und voll Absicht. Das Studium der Geschichte der Stadt von der Republik bis zu den Caesaren, von den Einflüssen anderer Völker und Kulturen, von den Griechen zu den Etruskern, schärfte meine Sinne, mein Auge und mein Wissen. (...) Egal wo auf der Welt ich mich gerade befand, lebte ich seit meiner Jugend in Rom. Jetzt lebe ich in Rom, obwohl ich mich in Wien befinde und hier male, hier fresse ich fröhlich in mich hinein Rom, die Römer, die römische Küche, trinke die römischen Weine, lese die Geschichte des römischen Weltreichs, der römischen Weltsicht, und bin froh, nicht ein strenger und züchtiger Grieche sein zu müssen“. (Markus Prachensky, 2004) (Isabell Kneidinger)